P_Windkraft

Atompolitik in Deutschland: Ein kurzer Blick auf die Fakten

Übertrieben emotionalisiert reagierte die deutsche Politik auf die Tsunami-Katastrophe in Japan. Selbst Bill Gates konnte sich bei seinem Besuch in Berlin Anfang April ein Lächeln nicht verkneifen, als er davon hörte, Deutschland wolle aus der Kernenergie aussteigen.

Es könnte also dazu kommen, dass Deutschland erneut einen Sonderweg beschreitet – allerdings zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.

Ein kurzer Faktencheck:

Fakt 1: Niemand, weder CDU, CSU noch FDP, will in 50 Jahren noch Kernenergie nutzen – zumindest nicht die uns heute bekannte. Und das ist erst seit einigen Wochen so.

Fakt 2: Gerne würden alle politischen Parteien den Ausbau der regenerativen Energien vorantreiben. Schon heute mangelt es aber an Stromleitungen, die Kapazitäten aus dem Norden (wo viele Windkraftwerke stehen) in den Süden bringen können. Gegen den Bau solcher Hochspannungsleitungen laufen einige mit den Grünen sympathisierende Bürgergruppen Sturm.

Fakt 3: Schon aktuell exportiert Deutschland kaum noch Strom an die europäischen Nachbarländer, sondern ist zum Importeur geworden – und das, obwohl vor allem Frankreich und Tschechien große Teile ihres Stroms aus Kernkraftwerken beziehen. Dies entstand nicht alleine durch das Atommoratorium, sondern auch durch geplante Wartungsarbeiten in anderen Kraftwerken, die momentan stillstehen.

Fakt 4: Ein deutscher Ausstieg aus der Kernenergie bringt Null. Wichtig wäre hier ein weltweites oder zumindest gesamteuropäisches Konzept. Dies ist aber nicht absehbar.

Fakt 5: In den kommenden Jahren werden nicht nur Kernkraftwerke vom Netz gehen, sondern auch andere Kraftwerkstypen. Die Tageszeitung „Die Welt“ schrieb dazu am 5. April: Derzeit sind in Deutschland Kraftwerkskapazitäten von 165 Gigawatt installiert, obwohl die maximale Nachfrage nur irgendwo bei 85 Gigawatt liegt. Doch die Reserve ist nicht so groß wie es scheint. Fallen Wind- und Solaranlagen aus, weil Flaute herrscht oder es Nacht wird, stehen von den 165 schlagartig nur noch 115 Gigawatt zur Verfügung. Wenn künftig noch mehr Kohlekraftwerke aus Altergründen vom Netz gehen, als neue hinzukommen, kann das Polster, das uns vom Blackout trennt, recht dünn werden.

Fakt 6: Mit dem überhasteten Ausstieg, den die Politik gerade vorantreibt, gefährdet sie Forschungsprojekte wie zum Beispiel die Fusionsreaktoren ITER und Wendelstein 7-X, die die Kernenergie auf vollkommen neue Beine stellen könnten. Bei Fusionsreaktoren ist kein GAU mehr möglich!

Fazit: Angst ist ein schlechter Ratgeber. Wie immer reagiert die Politik auf Ereignisse, anstatt einen klar definierten Kurs zu wählen. Die aktuellen Höhenflüge der Grünen haben mit der Angst der Bürger natürlich ebenso zu tun, aber das ist ein anderes Thema.

Foto: daxmann via Pixelio

Aktualisierung

Vieraugen-Blog wird überarbeitet

Im Moment wird das Vieraugen-Blog überarbeitet. Daher kann es vorkommen, dass die eine oder andere Funktion noch nicht hundertprozentig funktioniert.

Wir bitten, dies zu entschuldigen. Gerne können Sie uns Fehler auch melden, zum Beispiel, indem Sie einen Kommentar unter diesem Artikel hinterlassen…

Dtl-Fahne

Was ist ein “Schland”?

Selbst absoluten Fußball-Hassern dürfte ein Wort momentan nicht entgehen. Es heißt “Schland” und geistert durch Presse und Musikwelt. Was aber ist ein Schland? Vielleicht ein Tier, das in Sümpfen lebt? Oder etwa das, was ein Bagger bei der Vertiefung eines Flussbettes zu Tage fördert? Eine Spurensuche…

Zuerst einmal versuchen wir uns an dem Nachschlagewerk der deutschen Sprache, dem Duden. Ich blättere… Schl… Schla… Schlan… “Schlampig” finde ich, als nächstes “schlang” als Vergangenheitsform von schlingen. Das wars aber auch schon. Der Duden scheint also keine geeignete Informationsquelle zu sein.

Aber: Zum Aufgeben wäre es zu früh. Also mache ich es wie jeder halbwegs informierte Internet-Nutzer und gebe “Schland” bei Wikipedia ein. Als erste Info erhalte ich den Eintrag: “Ähnlicher Begriff: schwand“. Auch kein Treffer. Allerdings steht unter den Suchtreffern auch etwas über “Uwu Lena (Weiterleitung von „Schland o Schland“)”. Das könnte es sein. Daher: Draufgeklickt.

Als Ergebnis erhalte ich nun einen recht langen Eintrag zu einer Band namens “Uwu Lena”, mit folgendem ersten Absatz: “Uwu Lena sind eine achtköpfige Musikgruppe aus Münster. Anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 2010  nahmen sie unter dem Titel Schland o Schland eine Coverversion  des Eurovision-Song-Contest-Siegerliedes Satellite von Lena Meyer-Landrut auf und landeten damit in Deutschland einen Charterfolg.”

Aha. Uwu Lena hat also den Eurovisions-Song von Lena Meyer-Landrut geklaut und einfach einen eigenen Text drübergelegt. Jetzt würde mich aber doch interessieren, wie das klingt. Erste Anlaufstelle: Youtube.

So. Jetzt habe ich also über drei Minuten blanken Unsinn genossen, weiß aber endlich Bescheid. Ein “Schland” ist also unser Land, in dem wir leben – Deutschland. Ok. Da hätte man auch so drauf kommen können. Deutschland. Alles klar!

Bei Wikipedia ist außerdem zu lesen, dass die Band sich vorwiegend aus Münsteraner Studenten zusammen setzt. Jetzt könnte wieder einer sagen: Ja, ich habe es immer gewusst. Selbst die Studenten unterliegen heute einem Kulturverfall, der seines Gleichen sucht. Nein, soweit möchte ich nicht gehen.

Was ich mir aber nicht verkneifen kann: Nicht der Kulturverfall ist unser Problem, sondern die Dummheit der Menschen. Wer an einem derart blöden Song auch noch Spaß hat, der ist entweder bereits mit einigen Bierchen gesegnet oder hat ein äußerst schlichtes Gemüt – um es zurückhaltend auszudrücken. Wenn es nur ein paar hundert Leute wären, geschenkt. Wenn der Song nach ein paar Tagen wieder verschwinden würde (ja, ich weiß: dieser Artikel ist in diesem Punkt kontraproduktiv!), alles klar. Aber es sind nur nicht ein paar Leute, und der Song wird uns auch noch über die Weltmeisterschaft hinaus begleiten. Und das nur, weil die Menschheit mehr und mehr verblödet.

So etwas macht schon nachdenklich…

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Video-Podcast: Sony Ericsson Vivaz

Bald wird das neue Symbian-Handy Vivaz von Sony Ericsson in den Handel kommen. Wir hatten bereits Gelegenheit, das Handy einem ausführlichen Test zu unterziehen. Sie können den Test bei Vieraugen Handy nachlesen.

Unser Video zeigt die Menüführung des Vivaz mit Stärken und Schwächen. Aber auch das Gehäuse wird genau betrachtet.

Das Video können Sie sich direkt anschauen oder weiter unten im MP4-Format auch herunterladen. MP4 wird von vielen modernen Handys unterstützt, so dass Sie sich das Video aufs Handy laden und auch unterwegs betrachten können.

Download: MP4-Video (per Rechtsklick – Ziel speichern unter)

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Staatsverschuldung: Eine kleine Bestandsaufnahme

Wäre der Staat ein Unternehmen der Privatwirtschaft, wäre er längst pleite und nicht mehr kreditwürdig. Aber: Ein Staat wie Deutschland ist ein beliebter Schuldner – und so fließen die Gelder immer weiter. Wie steht es aktuell um die Schulden der Bundesrepublik? Und wie machen es andere Länder? Eine kleine Bestandsaufnahme.

Zuerst einmal stellt sich die Frage: Wer ist, salopp gesagt, eigentlich so blöd, und leiht einem Staat, der am Rande des finanziellen Abgrundes steht, überhaupt noch Geld? Die Politik hat sich hier zahlreiche Instrumente geschaffen, um Geldgeber anzuziehen. Verwaltet werden diese von der “Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH” mit Sitz in Frankfurt am Main. Diese als GmbH organisierte Behörde hat keine andere Aufgabe, als die Schulden des Bundes zu managen. Auf der Internetseite der Agentur finden sich interessante Informationen, wer sich als Geldgeber für den Staat anbietet.

Diese Banken und Finanzdienstleister bieten sich an, dem Staat Geld zu leihen (Quelle: Finanzagentur).

Mit dabei sind viele der großen Banken, unter anderem die Deutsche Bank, aber auch eine Vielzahl an ausländischen Kreditinstituten. Ähnlich dürfte eine Liste auch für andere Staaten aussehen. Für die Banken sind Staaten als Schuldner optimal, denn solange noch Steuereinnahmen fließen, sind die Zins- und Schuldzahlungen gesichert. Somit leiht eine Bank viel lieber einem Staat Geld als einem Privatunternehmer – vor allem in Zeiten einer Wirtschaftskrise. Bei wem der Staats allerdings wie viel Schulden hat, unterliegt dem Bankgeheimnis.

Kein Rückfahren der Ausgaben

Um aus der staatlichen Schuldenfalle herauszukommen, wäre der erste Schritt eine Ausgabenkürzung. Jeder Privatmann muss in schlechten Zeiten so verfahren – und bestellt zum Beispiel die Zeitung ab, schickt das zweite Auto in Ruhestand oder verzichtet auf Freizeitaktivitäten. Nicht so der Staat. Er gibt in schlechten Zeiten zu viel aus, und vergisst in guten die Bildung von Rücklagen. Dies belegt auch ein Blick auf die aktuellen Zahlen.

Aktueller Bundeshaushalt 2010 (zum Vergrößern anklicken; Quelle: Bundesfinanzministerium).

Während die Schuldentilgung zurückgefahren wird, steigen die neuen Schulden. Die Zahlen von 2010 sind allerdings aufgrund der Wirtschaftskrise nicht voll repräsentativ und wären in “besseren Zeiten” sicher anders ausgefallen. Unbestreitbar ist aber, dass die Politik viel zu wenig tut, um aus der Schuldenfalle auszubrechen.

Unabsehbare Folgen

Wie geht es weiter? In wenigen Jahren, wenn China auch den USA in Sachen Export-Weltmeister Konkurrenz machen wird, werden auch die chinesichen Banken sich immer mehr für die Finanzierung der Staatsschulden der westlichen Länder interessieren. Auch arabische Investoren sind längst mit dabei und an den Geldgeber-Banken beteiligt. Die Folge wird eine weiter steigende Abhängigkeit von anderen Nationen sein – die nicht immer freundliche Absichten mitbringen. Für ein Land, dass wie Deutschland oder auch die USA vom Export lebt und zudem im Inneren kaum bewegungsfähig ist, kann dies eines Tages den Todesstoß bedeuten.

Die traurige Nachricht noch zum Schluss: Auch die USA kommen mit dem Steuergeld schon lange nicht mehr aus. Während die Bundesrepublik für 2010 knapp 100 Milliarden Euro Schulden neu aufnimmt, sind es in den USA über 1,5 Billionen Dollar, wie Präsident Obama gerade im Haushaltsplan 2011 verkündet hat. Dieser Paukenschlag wird dem Land weiter stark zusetzen. Und selbst Optimisten werden nicht mehr allzu lange optimistisch bleiben.

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iPad: Apples unglückliche Namenswahl

Was ist über Apples neues Wunderkind, das iPad, in den vergangenen Tagen nicht so alles geschrieben worden… Wir wollen uns aber nicht die technischen Details anschauen, sondern den Namen, den Apple dem Tablet-PC verpasst hat.

Apples neueste Errungenschaft, das iPad.

Traditionell beginnen die aktuellen Produktbezeichnungen des Herstellers aus den USA mittlerweile alle mit einem “i”. Die Fangemeinde im Internet hatte lange über den Namen für das neue Produkt spekuliert – weit vorne lag “iSlate”. Slate bedeutet soviel wie Tafel, oder genauer Schiefertafel. Der Name wäre auch durchaus passend gewesen. Nur: Auf eine Schiefertafel schreibt man gewöhnlich mit Kreide oder einem Stift. Apple setzt seit langem auf die Fingerbedienung. Daher gefiel iSlate wohl nicht.

Neben dem Musikspieler iPod, dem Computer iMac und dem Smartphone iPhone wird es bald also ein iPad geben. Schon wenige Stunden nach der Produktpräsentation wurden die ersten Schmährufe laut, denn:

Das Wort “pad” bedeutet im Englischen auch Damenbinde. Schon vor einigen Jahren hatte ein Youtube-Video für Häme gesorgt – anlehnend an die Namenspolitik von Apple. Allem Anschein nach haben die Apple-Entscheider keine Frauen in ihren Gremien sitzen, die auf einen solchen problematischen Namen hätten hinweisen können. Oder die Apple-Bosse und Entwickler haben gar nicht mehr die Zeit, sich mit ihren Frauen zu Hause auszutauschen.

iPad-Video aus dem Jahr 2006.

Auch bei der Konkurrenz hat sich Apple scheinbar nicht umgeschaut. Schon seit einiger Zeit hat Fujitsu ein Gerät auf dem Markt, das ebenfalls iPad heißt. Es dient zur Warenverwaltung für Unternehmen.

So hat Apple zum einen das Gelächter der Damenwelt und zum anderen einen möglichen Prozess mit Fujitsu an der Backe. Sollte das iPad ein Erfolg werden – den Holperstart werden dennoch viele in Erinnerung behalten.

Fujitsu iPad: Nur den Namen gemein mit Apples neuem Tablet-PC.

Bildquellen: Apple, Fujitsu

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Sony Ericsson: Immer tiefer in die Krise?

Das Verschlafen von Trends brachte sie zusammen, nun könnte es sie wieder entzweien. Als 2002 Sony und Ericsson ihre Mobilfunksparten zusammenlegten, trafen zwei nicht mehr profitable Geschäftsbereiche aufeinander. Sony hatte verpasst, Internet-fähige Handy mit GPRS auf den Markt zu bringen und hatte eine viel zu kleine Produktpalette. Ericsson hingegen galt als bieder und hatte höchstens unter Geschäftsleuten noch Rang und Namen.

Zusammen ließ die Wende nicht lange auf sich warten: Mit dem noch von Ericsson entwickelten ersten MMS-Handy T68 und schließlich mit dem T610 gelang die Wende. Noch heute ist Sony Ericsson eine der beliebtesten Handymarken und hat sich vor allem bei jungen Menschen einen guten Ruf erarbeitet.

Ankündigen, verschieben, (absagen?)

Das Jahr 2010 ist für Sony Ericsson bisher aber eher ein PR-Dilemma. Erst kam die Ankündigung, das Xperia X2 komme erst im zweiten Quartal auf den Markt, obwohl es bereits im Spätsommer 2009 angekündigt wurde. Dann die Umsatzzahlen: Das Joint Venture Sony-Ericsson ist im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 noch tiefer in die Verlustzone gerutscht. Nach eigenen Angaben lag das Minus bei 836 Millionen Euro im Vergleich zu 73 Millionen Euro Verlust im Vorjahr. Die Handy-Verkäufe gingen 2009 um 40 Prozent zurück, der Umsatz lag bei 6,8 Milliarden Euro. Sony Ericsson verkaufte 57,1 Millionen Geräte, 40 Prozent weniger als im Vorjahr. Soweit Chip Online.

Dann war das Xperia X10 (rechts im Bild) dran. Auf dem Android-Gerät ruhen viele Hoffnungen. Nun geistern Meldungen durch das Internet, das Gerät komme noch mit der überholten Version 1.6 und lasse sich nicht auf 2.0 oder 2.1 aktualisieren, da Sony Ericsson zu stark ins System eingreife. Version 2.0 bietet zahlreiche Vorteile, unter anderem ein offenes Bluetooth-Modul, das endlich auch den Datenversand erlaubt.

Schließlich stellte Sony Ericsson mit dem Vivaz noch ein neues Handy vor. Ausgestattet mit dem Betriebssystem Symbian soll es die Fehler des Satio ausbügeln, das sich auf dem Markt bisher nicht durchsetzen konnte. Aber: Sony Ericsson setzt auch beim Vivaz wieder auf die eigentlich nicht mehr zeitgemäßge Symbian-Version S60 5th Edition, die schon auf Geräten von Nokia und Samsung in die Kritik geriet.

Was tun?

Sony Ericsson wirkt hilflos. Liegt es an den Einsparungen des vergangenen Jahres? Ist die PR-Abteilung schneller als die Entwicklung? Klar ist: 2010 müssen konkurrenzfähige Modelle mit Touchscreen kommen – einen Trend, dem Sony Ericsson seit zwei Jahren nur wenig entgegenzusetzen hat. Nur so ist eine Trendwende möglich, zumal auch die Konkurrenz, allen voran HTC und Apple, nicht schläft.

Linktipp: Warum das Satio mit Symbian-System nicht vollends überzeugt, lesen Sie im Testbericht bei Vieraugen Handy.

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Bauruine in weniger als zehn Jahren?

Im Jahr 2001 wurde das Kanzleramt in Berlin seiner Bestimmung übergeben. Während die Berliner es als “Waschmaschine” schon in der Bauzeit verspotteten, fand es unter internationalen Architekturexperten großen Anklang. Seit 2005 residiert Angela Merkel im Kanzleramt, direkt gegenüber des Reichstages. Bald muss sie allerdings für einige Wochen ausziehen – denn dass Gebäude bedarf einer dringenden Sanierung.

Fast wäre die kleine Meldung in vielen deutschen Tageszeitungen und im Internet am 18. Januar 2010 untergegangen – kaum einer hat sie wahrgenommen. Da stand doch glatt, dass das gerade einmal neun Jahre alte Kanzleramt schon wieder sanierungsbedürftig sei (Quelle u.a. Welt Online). In einige Büros tropft Wasser, die Tiefgarage ist nicht regensicher, Fenster müssten ausgetauscht werden und sogar Angela Merkel wird für einige Wochen ihr Büro räumen müssen.

So schön die moderne Beton-, Stahl- und Glasarchitektur auch ist… Nach und nach scheinen nicht nur dem Staat, sondern auch vielen Unternehmen ihre modernen Gebäude um die Ohren zu fliegen. Die Frage stellt sich also: Wer ist für so einen Skandal haftbar zu machen? Liegt wirklich nur Baupfusch vor oder haben die Architekten schlicht und einfach vergessen, dass ein Gebäude den Umwelteinflüssen ausgesetzt ist?

250 Millionen Euro hat das Berliner Bundeskanzleramt den Steuerzahler einst gekostet, nun bürdet das riesige Gebäude mit einer Fläche von 12.000 Quadratmetern erneut Kosten auf. Wie hoch diese sein werden, ist nicht bekannt. Die Maßnahmen sollen aber bis ins Jahr 2011 hinein dauern.

Foto: Johannes Michel

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Sony Ericsson: Bye bye Windows Mobile?

Bisher gibt es erst ein Windows-Handy von Sony Ericsson, das Xperia X1. Im Oktober soll der Nachfolger X2 kommen – ebenfalls mit Windows Mobile. Glaubt man aktuellen Gerüchten, könnte mit dem X2 aber Sony Ericssons Ausflug in die Welt von Windows Mobile schon wieder enden.

Die Gerüchte über den Abschied von Windows Mobile stammen einmal mehr vom russischen Handytester Eldar Murtazin, der bereits vor einigen Monaten die aktuelle Produktpolitik von Sony Ericsson scharf kritisiert hatte (wir berichteten). Seine aktuellen Vermutungen verbreitete er, ganz zeitgemäß, über seinen Twitter-Zugang.

Angeblich arbeitet Sony Ericsson noch an einem Nachfolger fürs X2, dieses Gerät könnte allerdings nie über die Entwicklung hinauskommen. Viel mehr wolle sich Sony Ericsson mehr auf Android- und Symbian-Geräte konzentrieren. Angeblich hat der Hersteller vier Symbian- und vier Android-Handys in der Schublade.

Nur Gerüchte?

Ob an den Gerüchten wirklich etwas dran ist, steht zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht fest. Klar ist aber, dass die Verkaufszahlen des X1 unter den Erwartungen lagen und auch das X2 bei den Kunden und Fans bisher nicht überragend ankommt. Daher könnte es durchaus sein, dass sich Sony Ericsson die teuren Lizenzgebühren an Microsoft spart und künftig verstärkt auf ein Open-Source-System wie Android setzt.

Mit jungen Kunden hat Microsoft zurzeit ohnehin ein Problem: Viele wünschen sich Geräte, die mit den Fingern gut zu bedienen sind. Hier hat Sony Ericsson aktuell nur Prototypen zu bieten – und Windows Mobile wird auch in der neuen Version 6.5, die im Oktober erscheint, wenig überraschen. Erst Windows Mobile 7, angekündigt für 2010, soll vollständig mit den Fingern zu bedienen sein.

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Video-Podcast: Sony Ericsson X2

Gerade hat Sony Ericsson das Xperia X2 vorgestellt, schon beginnen die Spekulationen. Hat das X2 etwa kein Radio? Verbaut Sony Ericsson einen Prozessor von gestern? Ist das Gerät ein iPhone-Konkurrent?

Diesen und vielen anderen Fragen geht unser Video-Podcast nach. Das Video können Sie sich direkt anschauen oder weiter unten im MP4-Format auch herunterladen. MP4 wird von vielen modernen Handys unterstützt, so dass Sie sich das Video aufs Handy laden und auch unterwegs anschauen können. Wer mehr auf Audio steht, findet den Podcast zudem auch als MP3-Datei zum Anhören.

Download: MP4-Video (per Rechtsklick – Ziel speichern unter)
Downlaod: MP3-Audio (per Rechtsklick – Ziel speichern unter)

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